Verantwortlichkeit von Unternehmensorganen

In den vergangenen Jahren haben Aufsehen erregende Fälle die Diskussion über die Verantwortlichkeit von Unternehmensorganen neu angefacht. Dabei schwingt das argumentative Pendel durchwegs zwischen zwei Polen: der Notwendigkeit, Leitungsorganen einen Freiraum für unternehmerisches Ermessen einzuräumen, einerseits und andererseits für den Schutz von Anlegern und Gesellschaftsgläubigern vor den Konsequenzen von unternehmerischen Fehlentscheidungen zu sorgen. Von Bedeutung ist dabei unter anderem, nach welchen Kriterien die Haftungsvoraussetzung der Rechtswidrigkeit des Verhaltens von Leitungsorganen zu beurteilen ist; es stellen sich ferner etwa auch Fragen nach der Möglichkeit, den geschuldeten Sorgfaltsmaßstab durch den Gesellschaftsvertrag oder im Bestellungsvertrag zu modifizieren, oder nach der Zulässigkeit von Vereinbarung, wonach die Gesellschaft gegenüber ihren Leitungsorganen zusagt, dass diese im Fall einer Inanspruchnahme von Dritter Seite oder bei strafrechtlicher Verfolgung schad- und klaglos gehalten werden (so genannte indemnity agreements).

Das Projekt wird von ECTIL in Zusammenarbeit mit dem Institut für Europäisches Schadenersatzrecht durchgeführt. Es wird finanziert durch den großzügigen Beitrag der B&C Privatstiftung.