The Special Case of Mass Torts

Ein weiteres Projekt beschäftigt sich mit Massen- und anderen Großschadensereignissen (Arbeitstitel "The Special Case of Mass Torts"). Für diese werden oft Sonderlösungen ad hoc geschaffen, die nicht immer in die traditionellen Ersatzsysteme passen. Andererseits ist insbesondere das klassische Haftungsrecht für den Einzelfall konzipiert und daher nicht uneingeschränkt bei derartigen Sonderfällen umsetzbar. Zumindest verfahrensrechtlich drängen sich bei Großschäden andere Wege auf, von bloßer Zusammenlegung von Einzelprozessen bis hin zu class actions, wie derzeit gerade auf europäischer Ebene diskutiert. In der neuen Studie sollen die Phänomene Massen- und Großschäden vor allem dahingehend untersucht werden, inwieweit dafür das klassische Instrumentarium ausreicht, ob es angepasst werden sollte, um auch solchen Fällen zu genügen, oder ob Sonderlösungen geboten sind. Dazu soll das Projekt, anstelle von Länderberichten und einer rechtsvergleichenden Analyse, in zwei Teile gegliedert werden. Der erste Teil soll aus Fallstudien bestehen, in welchen Experten die Abwicklung konkreter Fälle von Masseschäden besprechen. Der zweite Teil wird sich grundsätzlichen Fragen, die hier schlagend werden widmen und eine Analyse durch rechtsvergleichend Tätige Wissenschaftler beinhalten. Die genaueren Detailfragen werden zu Zeit noch zwischen den Projektleitern – Prof. Willem van Boom (Universität Rotterdam) und Prof. Gerhard Wagner (Universität Bonn) – und dem Kooperationspartner besprochen Munich Re besprochen.