Medical Malpractice and Compensation in Global Perspective

Dieses Projekt untersucht die Rechtsfolgen medizinischer Behandlungsfehler und ihrer Kompensation in vierzehn Rechtsordnungen (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, China, Japan, Kanada, Neuseeland, Österreich, Polen, Skandinavien, Südafrika und den USA und Kanada). Das Haftungssystem der einzelnen Rechtsordnungen wird auf vertrags-, delikts- und strafrechtlicher Ebene untersucht und in Zusammenhang mit dem Versicherungswesen, sowohl der Sozial- als auch der Privatversicherung, gestellt. Das Gesundheitswesen soll dabei als Ganzes gesehen werden, sodass auch standesrechtliche Regelungen und gegebenenfalls dort vorgesehene Disziplinarmaßnahmen gegenüber dem schädigenden Arzt miteinbezogen werden um möglichst sämtliche Rechtsfolgen eines medizinischen Behandlungsfehlers zu erfassen und das Zusammenspiel aller hier schlagend werdenden Regelungen zu analysieren. Auf Grundlage dieser umfassenden Analyse sämtlicher Rechtsgrundlagen der ärztlichen Tätigkeit und der Folgen einer Fehlleistung versuchen die Autoren die Vor- und Nachteile ihres Gesundheitssystems zu analysieren und Reformbedarf aufzuzeigen. Dabei werden auch neueste empirische Daten zu Art und Häufigkeit von Behandlungsfehlern, der Ersatzleistung, Anzahl der gerichtlichen Verfahren und deren Ausgang sowie zu den Versicherungskosten in den jeweiligen Rechtsordnungen von den Autoren miteinbezogen. Das Projekt steht unter der Leitung von Richard Wright (Chicago-Kent College of Law, Illinois Institute of Technology, USA) und Ken Oliphant (ESR, Wien). Die Ergebnisse werden sowohl in einer Doppelausgabe des Chicago Kent Law Review als auch im Rahmen der Reihe Tort and Insurance Law des Institutes für europäisches Schadenersatzrecht (gemeinsam mit dem Europäischen Zentrum für Schadenersatz- und Versicherungsrecht) veröffentlicht, wobei alleine letztere Publikation rechtsvergleichende Analysen enthalten wird.