Aggregation and Divisibility of Damage

Ob ein Schaden, für den Ausgleich begehrt wird, als einheitlicher Schaden oder als mehrere Schäden qualifiziert wird, hat eine Vielzahl von Auswirkungen. Man denke etwa nur an die Frage der Ersatzfähigkeit der jeweiligen Schadensart, die Schadensverteilung zwischen mehreren Schädigern, den Beginn von Verjährungsfristen und – wo vorhanden – Haftungshöchstsummen sowie Haftungsschwellenwerte. Die Abgrenzung von Schadeneinheit und -mehrheit kann auch im Zusammenhang mit Massenschäden sowie im Bereich des Internationalen Privatrechts, des Zivilprozessrechts und des materiellen Schadenersatzrechts von besonderer Bedeutung sein. Insbesondere für Versicherer ist diese Fragestellung von besonderer Relevanz.
Die rechtsvergleichende Studie „Aggregation and Divisibility of Damage“ beinhaltet neben den Länderberichten aus zwölf Rechtsordnungen auch Spezialberichte zum Internationalen Privatrecht sowie zur Sicht der Versicherungswirtschaft und zudem eine ökonomische Analyse der Schadensaufspaltung. Es wird damit die Interaktion zwischen Schadenersatz-, Zivilprozess- und Versicherungsrecht im Zusammenhang mit dieser bisher kaum untersuchten Rechtsfrage nach der Abgrenzung von Schadenseinheit und -mehrheit aufgezeigt und analysiert.